Wir haben den Aktionsbrief »Debanking Stoppen!« mitunterzeichnet
- awamssler
- 10. Jan.
- 1 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 10. Jan.

Im November und Dezember 2025 kam es in Deutschland zu einer besorgniserregenden Serie von Kontokündigungen: Gemeinwohl-orientierten Organisationen und engagierten Einzelpersonen wurden ihre Bankkonten ohne Angabe von konkreten und nachvollziehbaren Gründen entzogen. Diese Praxis, bekannt als Debanking, bedeutet den Ausschluss aus grundlegenden Bankdienstleistungen und trifft vor allem Initiativen, die sich gegen Krieg, Repression und soziale Ausgrenzung einsetzen. Das auch unsere Hausbank, die GLS Bank, bei der wir genossenschaftliches Mitglied sind und die mit einer sozial-ökologischen Ausrichtung wirbt, hat vermutlich auf indirektem Druck rechter US-amerikanischer Politik Organisationen wie die Rote Hilfe e.V. die Konten gekündigt.
Die Folgen sind gravierend: Spenden können nicht mehr empfangen, laufende Projekte nicht finanziert und bestehende Strukturen kaum aufrechterhalten werden. Debanking wirkt damit wie ein stilles Sanktionsinstrument, das zivilgesellschaftliches Engagement massiv einschränkt und Existenzen unter Druck setzt – ohne rechtsstaatliche Transparenz.
Der offene Brief, den wir mitunterzeichnet haben, wurde innerhalb von nur sechs Tagen von über 4.700 Erstunterzeichner:innen unterstützt. Er ist ein starkes Signal: Debanking von gemeinwohl-orientierten Initiativen darf nicht zur Normalität werden.



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