Umweltbildungsstätte


Inhaltliche Grundlagen

Wir verstehen das Werkhaus als ökologisches und soziales Projekt! Es geht hier nicht darum, Werkstätten für die private, gewinnorientierte Nutzung zu schaffen. Mit dem Werkhaus wollen wir modellhaft in die gesellschaftliche Diskussion zu Nachhaltiger und Solidarischer Ökonomie eingreifen.

  • 1. Das Werkhaus Potsdam basiert auf der Grundlage „Solidarischer Ökonomie“! Das heißt, wir streben keinen privatisierten Gewinn an, wir wollen gemeinsam und solidarisch arbeiten und wir fördern regionale Wirtschaftskreisläufe.
  • 2. Das Werkhaus Potsdam ist ein „Haus der Eigenarbeit“. Das heißt, hier können Menschen selbstbestimmt arbeiten, ihre Arbeitsprozesse selbst entwickeln, ihre Arbeitszeiten und – Ergebnisse selbst festlegen.
  • 3. Das Werkhaus Potsdam bietet Menschen die Möglichkeit, Arbeit und Grundeinkommen miteinander zu verbinden. Das heißt, hier können Menschen ohne Zwang und Druck arbeiten, einen Teil ihres Lebensunterhalts erarbeiten und sich sozial engagieren.
  • 4. Das Werkhaus Potsdam versteht sich als ökologisches Projekt. Das heißt, wir arbeiten mit Materialien aus der Region, wir reparieren statt weg zu werfen, wir bauen selbst, statt auf dem Weltmarkt einzukaufen.
  • 5. Wichtiger Bestandteil unserer Arbeit ist es, den kreativen und verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Werkstoffen wie zu fördern. Im Zentrum steht für uns die Freude unserer NutzerInnen an handwerklicher Betätigung ebenso wie die Vermittlung von Ressourcen schonenden Verhaltensweisen.
  • 6. Das Werkhaus Potsdam ist ein Modell. Das heißt, wir stellen uns mit unseren Ideen der öffentlichen Diskussion, aber geben sie auch an NutzerInnen weiter. Dies betrifft auch und vor allem Kinder und Jugendliche.
  • 7. Das Werkhaus Potsdam ist Teil des Projekthauses Potsdam. Das heißt unsere Idee und Struktur betten sich in die Gesamtstruktur des Projekthauses ein und wird im Rahmen dieses Gesamtprojektes weiter entwickelt und diskutiert.

Entwicklungen
Verbunden mit diesen vielen organisatorischen Entwicklungen haben wir seit 2006 begonnen, verschiedene Bildungsangebote für Umweltthemen zu entwickeln. Dazu gehörten die Solarworkshops 2006, gefördert durch das Jugendamt der Stadt Potsdam, die ökologische Umgestaltung des Außengeländes, gefördert durch die ANU, das Holzprojekt, gefördert durch die ANU, die Seminar- und Diskussionsreihe zu Klimapolitik 2008 und die Angebote zu gesunder Ernährung, verbunden mit dem Brot- und Pizzabackofen.

Die Umweltbildungsstätte heute
Heute kann die Umweltbildungsstätte im Werkhaus Potsdam auf eine Reihe wichtiger und guter Bedingungen zurückgreifen.

Modelle: Wir bieten zwei Modelle regenerativer Energieerzeugung zur Nachnutzung an und beraten dazu NachnutzerInnen: Die Holzheizung auf der Basis von Hackschnitzeln und ein Windrad zur Erzeugung von Energie für die Außenbeleuchtung.

Ökis: Wir bieten jedes Jahr einem jungen Menschen die Möglichkeit, bei uns das Freiwillige Ökologische Jahr zu absolvieren. Dazu organisieren wir ein Wochenseminar zu einem ökologischen Thema mit allen FÖJ´ lern aus Brandenburg.

Projektgruppe: Den Projektbereich „Ökologie“ organisiert und koordiniert zur Zeit eine kleine Gruppe von 6 Menschen, die dies ehrenamtlich und gemeinschaftlich tun. Sie bereiten das Bildungsprogramm vor, koordinieren die baulichen Maßnahmen und begleiten die jeweiligen FÖJ´ ler. Im Werkhaus Potsdam verstehen sich weitere vier Fachberater als MitstreiterInnen im „Ökologischen Projekt“. Einmal im Monat treffen sich beide Gruppen.